

Keine Zeit?
Oder keine Lust mehr auf mich?
Weißt du was
…
Deine Antwort interessiert mich nicht mehr.
Du nanntest mich Schwester,
ich nahm dich beim Wort,
heute bist du fremd,
einfach fort.
Kein Streit, kein Abschied,
nicht mal ein Warum,
du drehst dich einfach um
und lässt mich verstummen.
Ich hab dich verteidigt,
stand immer zu dir,
doch als ich dich brauchte,
warst du nicht mehr hier.
Du sagst, du hast keine Zeit für das,
was uns war, dann war deine Liebe wohl nie wirklich da.
Ich hab geweint, jetzt bin ich wütend,
dein Schweigen ist lauter als tausend Lügen.
Du dachtest wohl,
ich lauf dir nach,
doch aus dem Mädchen,
das dich liebte,
ist eine Frau erwacht.
KEINE ZEIT – dann bleib,
wo du bist!
Du hast deine Schwester verloren,
vergiss das nicht.
KEINE ZEIT – was für ein billiger Grund!
Du hast mein Vertrauen begraben,
Stück für Stück, Stunde um Stunde.
Ich war Familie, du warst nur auf Besuch,
jetzt schreibst du Geschichte – ohne mich in deinem Buch.
Du wolltest Abstand?
Den bekommst du von mir.
Doch die Schwester, die du hattest,
findest du nicht mehr hier.
Ich brauch keine Erklärung,
die Monate zu spät kommt,
keine falsche Umarmung, wenn dein schlechtes Gewissen klopft.
Du kannst dir erzählen,
dass es besser so war,
doch du weißt ganz genau,
was zwischen uns war.
Ich mach dich nicht schlecht,
ich erzähl nur, was geschah,
du warst meine Schwester – bis plötzlich nichts mehr da war.
Und nein, ich vergesse nicht,
wie tief das hier schnitt,
doch ich nehm meine Würde und geh ohne dich.
Das Traurigste?
Ich würde dich heute noch Schwester nennen
… wenn du mir nicht gezeigt hättest,
wie fremd du mir werden kannst.
KEINE ZEIT – dann bleib,
wo du bist!
Du hast deine Schwester verloren,
vergiss das nicht.
KEINE ZEIT – ich lauf dir nicht nach!
Du hast etwas zerstört,
das nicht jeder haben darf.
Ich war echt, ich war da,
ich war loyal, doch dein Platz in meinem Leben ist jetzt leer
und kalt. Du warst meine Schwester – das bleibt meine Geschichte.
Doch ab heute, meine Liebe … bist du nicht mehr meine Pflicht.