

Wenn Morgennebel Wälder küsst,
und Tau auf alten Zweigen liegt,
zieht mich der Ruf des Waldes fort,
an einen längst vertrauten Ort.
Auf meiner Schulter, stolz und schwer,
trag ich mein altes Jagdgewehr.
Die Stradivarius,
edel und fein,
ihr Messing glänzt im Sonnenschein.
Zweitausendsiebzehn kam ihr Glanz,
aus Wintertagen stammt ihr Kranz.
Aus Holz und Stahl,
mit Messing verziert,
ein Jägerherz, das sie nie verliert.
OH, STRADIVARIUS!
DEIN MESSING GLÄNZT IM MORGENLICHT!
DURCH WALD UND NEBEL TRAG ICH DICH,
VERGESSEN WERD ICH DEINEN GLANZ NICHT!
OH, STRADIVARIUS!
DER ROTHIRSCH RUFT DURCH WALD UND TAL!
DIE GEIGEN SINGEN, HÖRNER KLINGEN,
UND ALTE WÄLDER WIDERHALLEN!
Durch Buchenwald und dunklen Tann,
zieh ich auf leisen Sohlen dann.
Im feuchten Moos liegt seine Spur,
sein Röhren hallt durch die Natur.
Dort steht er stolz im Morgenrot,
sein Haupt gekrönt, sein Fell wie Gold.
Ein König zwischen Baum und Stein,
der Wald scheint ganz für ihn zu sein.
Mein Herz schlägt laut,
die Welt wird still,
ein Augenblick, der bleiben will.
Ich halte inne, atme schwer,
und hebe langsam mein Gewehr.
Ein Atemzug, ein letzter Blick,
die Zeit
hält an
für einen Augenblick.
Der Schuss verhallt
im weiten Tal,
der Wind verweht
den letzten Schall.
Ich senke still
mein Haupt vor ihm,
dem König, der durch Wälder ging.
OH, STRADIVARIUS!
DEIN MESSING GLÄNZT IM ABENDLICHT!
DURCH WALD UND NEBEL TRAG ICH DICH,
VERGESSEN WERD ICH DIESEN TAG NICHT!
OH, STRADIVARIUS!
DER WALD ERZÄHLT VON ALTER ZEIT!
VON STOLZ UND EHRE,
WIND UND WILD, VON EINEM KÖNIG,
STARK UND FREI!
Der Abend fällt,
der Wald wird still,
die Stradivarius
ruht bei mir.
Und morgen, wenn der Nebel steigt,
beginnt die Jagd in Ewigkeit.