

Sechs Jahre lang bist du in meinem Leben,
sechs Jahre Hoffnung, die wir uns geben.
Wir schreiben, wir reden,
verlieren uns nie,
doch für ein echtes Treffen reicht es irgendwie nie.
So oft hab ich gedacht: Jetzt wird es wahr,
vielleicht sind wir uns endlich einmal nah.
Doch jedes Mal blieb wieder nur ein Vielleicht,
und die Zeit zwischen uns wurde endlos weit.
Ich wollte nicht nur Worte von dir hören,
wollte nicht immer nur auf morgen schwören.
Ich wollte spüren, dass du mich wirklich willst,
dass du mich nicht nur mit Nachrichten stillst.
Doch ich war nie ganz oben auf deiner Liste,
war oft nur diejenige,
die dich vermisste. Und ja,
ich machte dir Vorwürfe dabei,
weil ich mich fragte:
Wann bin ich dir wichtig?
Andi, sechs Jahre
– und wir waren nie wir,
ich war so oft in Gedanken bei dir.
Ich wollte deine Frau sein,
nicht nur ein Kontakt,
wollte wissen, was das Leben mit uns macht.
Du hast mich nie zur Priorität gemacht,
ich hab geweint, geschimpft und Vorwürfe gemacht.
Vielleicht war ich schwierig,
vielleicht warst du zu weit,
doch sechs Jahre sind verdammt
viel verlorene Zeit.
Vielleicht hast du nie verstanden,
was mir fehlt, dass man nicht nur schreibt,
wenn man jemanden wählt.
Ich wollte keine perfekte Geschichte,
nur einmal dich vor mir,
direkt ins Gesicht.
Und manchmal frage ich mich ganz allein,
warum konnte es zwischen uns nie anders sein?
War es Angst, war es Bequemlichkeit?
Oder waren wir einfach niemals bereit?
Ich geb zu, ich hab dich oft bedrängt,
hab aus Enttäuschung falsche Worte verschenkt.
Doch hinter jedem Vorwurf war ein Wunsch: Bitte zeig mir,
dass ich dir etwas bedeute.
Ich wollte nicht kämpfen um einen Platz,
ich wollte ihn haben
– einfach in deinem Herzen.
Andi, sechs Jahre
– und wir waren nie wir,
wie viel von meinem Herzen liegt noch bei dir?
Ich wollte eine Chance,
ein echtes Leben, nicht immer nur hoffen und niemals erleben.
Du hast mich nie
zur Priorität gemacht, ich hab aus Schmerz so viele Vorwürfe gemacht.
Vielleicht hätten wir Liebe verdient,
doch Liebe allein hat uns nie zusammengeführt.
Sechs Jahre
… Und ich weiß nicht,
was mehr weh tut:
Dass wir uns nie wirklich hatten
oder dass ich so lange gehofft habe,
dass wir es irgendwann schaffen.