

Das Meer vergisst nichts.
Es nimmt jedes Geheimnis auf.
Jeden Namen.
Jeden Schwur.
Jede Träne.
Und eines Tages…
gibt es alles zurück.
Ich bin die Hüterin des Wassers.
Ich kenne die Stimmen,
die unter den Wellen schlafen.
Ich kenne die Tür,
die kein Mensch öffnen darf.
Und ich kenne den Klang,
der heute Nacht
durch die Tiefe ging.
Tief unter dem Wasser,
wo kein Stern mehr scheint,
liegt eine alte Erinnerung,
die noch immer träumt.
Die Strömung trägt ihre Namen,
die Gezeiten tragen ihr Wort.
Und wenn die Erde erwacht,
trägt das Wasser es
fort.
Du bist dem Wald gefolgt.
Du hast die Erde gehört.
Doch du hast noch nicht verstanden,
was du suchst.
Es ist kein Schatz.
Es ist keine Waffe.
Es ist eine Entscheidung.
Vor langer Zeit
standen vier Hüter
an vier Grenzen.
Feuer.
Wasser.
Erde.
Und Wind.
Sie schworen,
dass niemals alle vier Grenzen
zur selben Zeit geöffnet werden.
Doch einer von ihnen
hat den Schwur
gebrochen.
Vier Wege, vier Stimmen,
vier Zeichen im Stein.
Einer ging verloren,
und keiner blieb allein.
Was einmal verbunden,
kann niemals vergessen.
Was einmal erwacht,
wird die Welt neu vermessen.
Jetzt sind drei Zeichen erwacht.
Das vierte…
wartet noch.
Nein.
Nicht jetzt.
Das ist nicht die Flut.
Das Meer weicht zurück.
Etwas kommt.
Denn wenn das vierte Zeichen brennt,
wird kein Weg mehr offen sein.
Wenn die letzte Grenze fällt,
beginnt die Zeit von neuem.
Und diesmal…
wird niemand sie aufhalten.
Der Reiter. Er ist angekommen.
Doch er ist nicht allein.
Etwas folgt ihm. Sag der Hüterin…
dass die Zeit vorbei ist.