

Du bist gekommen.
Ich habe deine Schritte gehört.
Schon bevor dein Pferd
den ersten Baum berührte.
Du suchst die Hüterin.
Aber der Wald
kennt deine Frage bereits.
Ich bin
der Atem der Bäume,
ich bin
das Flüstern im Laub.
Ich kenne
die Wege
der Wurzeln,
ich kenne
den Staub.
Ich war hier,
als niemand kam.
Ich werde
hier sein, wenn niemand mehr bleibt.
Du glaubst,
der Wald sei still.
Er ist es nicht.
Er hört.
Er erinnert sich.
Und heute…
fürchtet er sich.
Hörst du es?
Unter deinen Füßen.
Etwas bewegt sich.
Tief in der Erde,
unter Stein und Moos,
schlägt ein altes Herz.
Noch langsam.
Noch fern.
Doch es schlägt.
Du darfst nicht weiter.
Wenn du
den Weg verlässt,
wird der Wald dich nicht wieder
hinauslassen.
Wenn der erste Vogel schweigt,
geh nach Westen.
Wenn der zweite ruft,
bleib stehen.
Und wenn du drei Stimmen hörst… …lauf.
Der Wald vergisst niemals,
was durch seine
Schatten geht.
Er kennt
die Hand des Feindes,
bevor der
Feind
entsteht.
Lauf…
Lauf… Lauf… Nicht zurücksehen.
Jetzt weißt du, warum die
Hüterin gewartet hat. Denn was erwacht… kommt nicht
aus dem Wald.
Es
kommt aus der Erde.
Folge dem Wasser. Dort wartet die
nächste Stimme.