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    Silent Horizon

    Firedragon

    Leises Piano.

    Wind.

    Entferntes Funkrauschen.

    In einer Stadt, die niemals schweigt,

    wird plötzlich alles still.

    Die Lichter gehen aus,

    die Straßen werden leer.

    Und irgendwo fragt jemand:

    „Wer bin ich noch,

    wenn niemand mich erkennt?“

    Am Altmarkt fällt der letzte Schein,

    der Regen wäscht die Straßen rein.

    Wir kannten jeden hier beim Namen,

    bis fremde Schatten zu uns kamen.

    Im Rotbachthal schweigt die Zeit,

    die Nacht trägt unsern Streit.

    Ein mysteriöser Tod, und plötzlich wächst die Angst.

    Nachbarn sehen Nachbarn an,

    doch keiner weiß, wem man noch trauen kann.

    Gerüchte werden zu Geschichten,

    Geschichten werden zu Verdacht.

    Ein Fremder steht vor deiner Tür,

    doch gestern war er noch dein Freund.

    Und während die ganze Stadt erwacht,

    beginnt die längste Nacht.

    WIR SIND NOCH HIER!

    Auch wenn die ganze Welt zerbricht.

    WIR SIND NOCH HIER!

    Und wir verlieren uns noch nicht.

    Wenn alle Lichter untergeh’n,

    werden wir füreinander steh’n.

    (Oh-oh-oh-oh!) Wir sind noch hier!

    (Oh-oh-oh-oh!) Wir sind noch hier!

    HEY!

    HEY! (OH-OH-OH!) WIR SIND NOCH HIER!

    Vier Häuser zerstört in einer Nacht,

    Neustraße hat alles mitgemacht.

    Sirenen schneiden durch den Regen,

    doch niemand kann die Antwort geben.

    Man erzählt von Menschen,

    die nicht fallen, von Schatten,

    die durch Mauern gehen.

    Von Gestalten, gegen die Stahl nichts zählt.

    Und irgendwo an der Trabrennbahn fängt die Wirklichkeit zu schwanken an.

    Ein Mensch vergisst plötzlich seinen Namen,

    ein anderer sagt, er sei eine Hexe.

    Prophezeiungen verändern sich, noch bevor der Satz zu Ende ist.

    Die Wahrheit wird zu Licht und Rauch.

    Und keiner weiß mehr: „Wem kann ich glauben?“

    SPRECHER – flüsternd: „Einen Moment bitte.“

    „Wir erhalten neue Informationen.“ „Wer steht da hinter der Kamera?“ „Warum schaut

    er mich so an?“ „Und warum…“

    „…kenne ich ihn nicht?“

    Vielleicht war die größte Angst niemals das,

    was draußen war.

    Vielleicht war es die Frage,

    ob wir uns selbst noch glauben können.

    Doch ich sehe dich.

    Du siehst mich.

    Und für diesen einen Augenblick… sind wir wieder wir.

    Trau niemandem!

    Nicht deinem Nachbarn!

    Nicht den Behörden!

    Nicht den Schatten!

    Und unter keinen Umständen… dir selbst!

    Eine Stimme: „Seid

    ihr noch da?“ Chor: „WIR SIND NOCH HIER!“ „Seid ihr noch da?“

    Chor: „WIR SIND NOCH HIER!“ 3… 2… 1…

    WIR SIND NOCH HIER!

    Auch wenn die ganze Welt zerbricht!

    WIR SIND NOCH HIER!

    Und unsere Angst besiegt uns nicht!

    Aus tausend Stimmen wird ein Chor,

    wir öffnen jede verschlossene Tür.

    (OH-OH-OH-OH!) WIR SIND NOCH HIER!

    (OH-OH-OH-OH!) WIR SIND NOCH HIER!

    WIR!

    SIND!

    NOCH! HIER! WIR! SIND!

    NOCH! HIER!

    WIR SIND NOCH HIER!

    Die Nacht ist noch nicht vorbei.

    Aber irgendwo… beginnt schon der Morgen.

    Flüstern: „Dinslaken…“

    WIR SIND NOCH HIER.

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