

“Nicht jeder, der an deinem Feuer sitzt,
ist dein Bruder. Erst wenn der
Sturm die Banner zerreißt,
erkennst du, wer sein Schwert für dich erhebt – und wer im
Schatten verschwindet.”
Sie saßen am Feuer,
tranken meinen Met, nahmen mein Brot bis der Vorrat vergeht.
Riefen nach Hilfe bei jedem Gefecht,
doch gaben mir
niemals dieselbe Kraft zurück.
Sie schworen bei Königen ewige Treu’,
doch ihre Worte waren leichter als Heu.
Solang mein Beutel noch Silber versprach,
zogen sie lächelnd durch meine Hall’.
Als dunkle Wolken
das Königreich trafen,
verloren sie schneller
den Mut
als die Waffen.
Denn falsche Brüder tragen edles Kleid,
doch ihr Herz gehört der Dunkelheit.
Sie kommen nur, wenn der Tisch reich gedeckt,
und fliehen, sobald das Unglück sie weckt.
Ich schließ das Burgtor hinter mir zu,
mein Herz findet endlich wieder Ruh’.
Lieber zieh ich allein durch den Wald,
als neben Verrätern zu werden alt. (hey)
Ich hob ihren Schild in mancher Schlacht,
stand an ihrer Seite Tag und Nacht.
Doch als mein Banner im Wind zerbrach,
war keiner mehr da,
der zu mir sprach.
Kein Ritter erschien, kein Horn erklang,
nur der kalte Wind zog schweigend entlang.
Da lernte ich, was Ehre wirklich heißt:
Treue zeigt sich erst,
wenn Hoffnung entgleist.
Ich trag keinen Fluch,
ich lass euch zieh’n,
denn jeder Verräter wird Wahrheit seh’n.
Mein Weg führt weiter durch Wald und Stein,
mit reinem Herzen bin ich niemals allein.
Denn wahre Gefährten kämpfen bis zum Schluss,
nicht nur für Gold und schnellen Genuss.
Sie stehen im Sturm mit erhobenem Schild,
wenn um sie herum die Welt zerfällt.
Lieber wenige mit ehrlichem Schwur,
als hundert Wappen ohne Spur.
Mein Herz gehört nicht falschem Schein – nur denen,
die im Feuer bei mir bleiben. (oh)
“Ein Schwert rostet. Gold vergeht.
Burgen fallen. Doch wahre Treue überdauert jedes Königreich.
Hüte dein
Herz, ehre die Wenigen,
die bleiben – und geh deinen Weg mit erhobenem Haupt.”